Wirtschaftspolitik

Wirtschaftskalender 2016 - 17

Wirtschaft wird oft isoliert betrachtet. In Wahrheit ist die ökonomische Situation unseres Landes direkt mit nahezu allen Lebensbereichen verbunden. Wirtschaft betrifft uns alle.

Symbolfoto WirtschaftskalenderUm das zu veranschaulichen, haben wir mit dem Wirtschaftskalender ein neues Format erstellt. Er greift pro Monat ein ökonomisches Thema auf, das mit aktuellen Daten, Grafiken und Expertenbeiträgen illustriert wird.

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März 2017 - Aktuelle Zahlen und Fakten

 

Internationalisierung

Außenhandel und Warenverkehr


„Made in Austria" ist begehrter denn je

Österreichs Exportwirtschaft ist seit Jahren eine zentrale Säule für Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Wachstum und damit für Wohlstand in Österreich. Durchschnittlich sechs von zehn Euro werden in Österreich durch Export erwirtschaftet. Fast ein Drittel aller Arbeitsplätze hängen vom Export ab. Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft setzt sich daher dafür ein, die Rahmenbedingungen für diese wichtige Konjunkturstütze laufend zu verbessern – denn der Wettbewerb mit anderen Weltregionen steigt. Trotz eines schwierigen internationalen Konjunkturklimas konnten Österreichs Exporteure wieder einen Exportrekord erwirtschaften – den fünften in Folge. Demnach sind die Ausfuhren um 2,7 Prozent auf 131,55 Mrd. Euro gestiegen. Im Jänner bis November 2016 stagnierten sie bei 121,0 Mrd. Euro.

Importe und Exporte in Mrd. EuroEuropa ist Österreichs wichtigster Exportmarkt. Auch im Jahr 2015 entfielen wieder rund 70 Prozent des österreichischen Außenhandels auf Mitgliedstaaten der Europäischen Union, 30 Prozent auf Drittstaaten. Im langjährigen Vergleich hat das Exportvolumen in die Fernmärkte deutlich zugelegt. Besonders gut entwickelt hat sich zuletzt der Handel mit den USA, die Italien überholt haben und zum zweitwichtigsten Exportpartner Österreichs aufgestiegen sind.

Entwicklung des österreichischen Warenverkehrs in Mrd. EuroÜberschüsse wachsen weiter

Die österreichische Leistungsbilanz ist schon seit vielen Jahren positiv. Der höchste Leistungsbilanzüberschuss wurde 2008 mit 13,2 Mrd. Euro (+4,5 Prozent des BIP) erzielt. Seither hat sich der Überschuss verringert. 2015 erreichte er 6,3 Mrd. Euro (+1,8 Prozent des BIP). Das WIFO erwartet in seiner Dezember-Prognose 2016 einen weiteren Anstieg des Leistungsbilanzsaldos in den nächsten Jahren. In den ersten drei Quartalen 2016 betrug er 6,5 Mrd. Euro. Der Überschuss resultiert hauptsächlich aus dem traditionell positiven Saldo der Dienstleistungsbilanz, insbesondere aus dem Tourismus. Der Überschuss der Dienstleistungsbilanz erreichte 2015 einen Wert von 10,0 Mrd. Euro und in den ersten drei Quartalen 2016 8,3 Mrd. Euro. 2016 und 2017 soll sich der Überschuss noch weiter erhöhen, auf 12,4 Mrd. bzw. auf 13,1 Mrd. Euro.

Die wichtigste Position in der Dienstleistungsbilanz ist der Reiseverkehr. Der Saldo der Reiseverkehrsbilanz (Reiseverkehr plus internationaler Personentransport) hat sich in den Jahren 2006 bis 2015 kontinuierlich erhöht.

Die Güterbilanz ist seit 2014 wieder positiv und trug 2015 mit 1,5 Mrd. Euro zum Leistungsbilanzüberschuss bei. Diese Bilanz soll sich in den kommenden Jahren ebenfalls weiter positiv entwickeln. In den ersten drei Quartalen 2016 betrug der Saldo +1,7 Mrd. Euro.

 Entwicklung der Leistungsbilanz in Mrd. Euro

 

Internationalisierungsoffensive - "go international"

Ein wichtiges Ziel der Internationalisierungsoffensive ist die Erschließung neuer Märkte mit neuen Produkten und Dienstleistungen, damit Österreich vom Wachstumspotential der Zukunftsmärkte profitieren kann und unabhängiger von Krisen in einzelnen Regionen wird. Der Anteil der Fernmärkte am Exportvolumen soll daher weiter gesteigert werden, ohne aber die traditionellen Märkte zu vernachlässigen. Das gemeinsam mit der WKÖ durchgeführte Programm "go international" bietet den Exportunternehmen 25 verschiedene Förderinstrumente. Von 2015 bis 2019 stehen dafür insgesamt 56 Mio. Euro zur Verfügung.

 Exportierende österreichische Unternehmen zu JahresendeEntwicklung der exportierenden Unternehmen Österreichs laut WKÖ: Die Anzahl der Exporteure wird 2016 einen neuen Höchstwert von rund 55.000 erreichen.


Veranstaltungshinweise:

20.3.2017: Seminar in International Economics:
Titel: "Import Competition in Services: Firm Survival, Firm Growth and Implied Changes in Employment"
Vortrag: Yvonne Wolfmayr (WIFO)
Ort: wiiw (Rahlgasse 3; 1060 Wien)
Zeit: 15:00 -16:00 Uhr

21.3.2017: 1. Seminar 2017 aus der Reihe „Aktuelle volkswirtschaftliche Fragen im Rahmen von internationaler Wirtschaft und Europäischer Integration"
Titel: "Migration, Flüchtlingsintegration und Außenwirtschaft"
Vortrag: Andreas Wörgötter (TU-Wien, South African Reserve Bank)
Ort: BKA (Hohenstaufengasse 3; 1010 Wien)
Zeit: 9:00 - 12:30 Uhr

29.3.2017: 23. AW-Vorlesung
Titel: "Die Seidenstraße einst - und jetzt: Wirtschaftliche Potenziale für Österreich"
Vorträge: Julia Grübler (wiiw); Stephan Barisitz (OeNB)

Ort: BMWFW (Stubenring 1; 1010 Wien)
Zeit: 9:15 - 10:30 Uhr

 

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Letzte Änderung am: 01.03.2017 10:10