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Förderungsaufruf, ELER - Integration, Arbeitsplätze und Betriebsstandort

Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen/Projekte zur Zusammenarbeit von Kleinstunternehmen im ländlichen Raum im Rahmen des "Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung LE 14-20" mit dem Schwerpunkt „Integration oder Sicherung von Arbeitsplätzen und Betriebsstandort"

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sieht für das Jahr 2017 die Möglichkeit vor, Projekte zur Zusammenarbeit von Kleinstunternehmen im ländlichen Raum, welche das Ziel der Integration oder Sicherung von Arbeitsplätzen und Betriebsstandort verfolgen, im Rahmen des "Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung LE 14-20" zu fördern.

Zielgruppe

Um eine Förderung können sich Kooperationen von Kleinstunternehmen in Form von juristischen Personen (insbesondere Vereine, GesmbH etc.), Personengesellschaften und -vereinigungen bewerben.

Art der Unterstützung

Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss von 70 Prozent zu den anrechenbaren Projektkosten. 30 Prozent der Projektkosten sind von dem/der Projektträger/-in selbst aufzubringen.

Zugangsvoraussetzungen

Bei Antragstellung müssen die folgenden Zugangsvoraussetzungen nachgewiesen werden und während der gesamten Projektlaufzeit erfüllt bleiben:

1.    Zusammenarbeit im ländlichen Raum

Das Kooperationsvorhaben muss im ländlichen Raum umgesetzt werden (hier finden Sie Informationen zur Abgrenzung des ländlichen Raums).

2.   Integration oder Sicherung von Arbeitsplätzen und Betriebsstandort

Das Kooperationsvorhaben hat primär die Integration oder Sicherung von Arbeitsplätzen und Betriebsstandort zum Ziel.

3.   Kleinstunternehmen

An der Kooperation nehmen Unternehmen teil, die

  • weniger als 10 Mitarbeiter (in Vollzeitäquivalenten) haben

und

  • einen Jahresumsatz von max. 2 Mio. Euro erzielen

oder

  • deren Jahresbilanzsumme max. 2 Mio. Euro beträgt.

Zur Information: Benutzerleitfaden zur Definition von KMU und Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (ABl. L 124 vom 20.5.2003, S. 36-41)

Einen Link zu Beispielen finden Sie hier.

Jeder Kooperationspartner hat eine Erklärung abzugeben, dass die Kleinst-unternehmereigenschaft vorliegt. Bei Projekten bis einschließlich 5 Koope-rationspartnern sind zusätzlich die entsprechenden Nachweise (z.B. Bestätigung der Sozialversicherung über die Zahl der angemeldeten Mitarbeiter, Nachweise der letztverfügbaren Jahresumsatz- bzw. Bilanzsummen, Einheitswertbescheid bei pauschalierten Landwirten usw.) für jedes einzelne Unternehmen vor-zulegen. Bei Projekten mit sechs bis 25 Kooperationspartnern sind die Nachweise für zumindest fünf Unternehmen zu übermitteln. Auf Verlangen des BMWFW sind - abhängig von der Projektgröße - Nachweise für mehr als fünf Kooperationspartner vorzulegen bzw. behält sich das BMWFW in Einzelfällen eine Vollprüfung vor.

4.   Anzahl der Kooperationspartner

Das Projekt muss auf der Zusammenarbeit von mindestens drei Kooperationspartnern basieren. Unternehmen, die miteinander verflochten sind bzw. bei denen relevante Überschneidungen bestehen (personell, finanziell oder rechtlich), werden in allen Belangen als ein Unternehmen behandelt.

5.   Anteil der gewerblichen Wirtschaft

Zumindest zwei Drittel der teilnehmenden Kooperationspartner müssen der gewerblichen Wirtschaft angehören.

6.   De-Minimis Beihilfe

Jeder einzelne Kooperationspartner hat mit einer De-Minimis-Erklärung zu bestätigen, dass die erhaltenen De-minimis-Förderungen im laufenden und in den beiden vorangegangen Kalenderjahren die Grenze von 200.000 Euro nicht überschreiten.

7.   Kooperationsvereinbarung

Über die Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern ist eine Kooperationsvereinbarung zu schließen.

8.   Projektvolumen

Es können Projekte mit einem Kostenvolumen von mindestens 100.000 Euro bis maximal 500.000 Euro (davon werden 70 Prozent gefördert) eingebracht werden.

Zur Plausibilisierung der eingereichten Projektkosten sind dem Kostendatenblatt entsprechende Angebote, Preisauskünfte bzw. Zeitschätzungen mit Angabe der zur Anwendung kommenden Stundensätze anzuschließen.

9.   Projektlaufzeit

Die Projektlaufzeit darf maximal sechs Monate betragen und  frühestens mit der Antragstellung beginnen.

10. Rechtzeitiges und vollständiges Förderungsansuchen

Projektanträge, die bis zum genannten Stichtag nicht oder nur unvollständig eingelangt sind, werden für das Auswahlverfahren nicht berücksichtigt.

Auswahlverfahren

Sämtliche Angaben aller Förderungsansuchen, die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, werden geprüft sowie einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Auf dieser Grundlage werden die Ansuchen anhand eines transparenten und objektiven Bewertungsschemas qualitativ und quantitativ beurteilt.

Aufgrund der zur Verfügung stehenden Budgetmittel von knapp 1,8 Mio. Euro (nationale und EU-Mittel) werden voraussichtlich die sechs bis zwanzig bestbewerteten Projekte eine Förderungszusage erhalten.

Die Förderungsentscheidung wird bis Ende Mai 2017 getroffen werden. Die Antragsteller werden über das Ergebnis des Auswahlverfahrens (Zu- oder Absage) umgehend schriftlich informiert werden.

Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung der Förderung besteht nicht.

Auswahlkriterien

  • Anzahl der zu Projektbeginn kooperierenden Kleinstunternehmen (nehmen mehr als drei Kooperationspartner teil, wird die Anzahl der Teilnehmer im Rahmen der Auswahlkriterien positiv berücksichtigt),
  • Potenzial zur Steigerung der Anzahl der im Projekt kooperierenden Kleinstunternehmen,
  • Potenzial zur Integration benachteiligter Personengruppen (z.B. Migrantinnen und Migranten, ältere oder beeinträchtigte Arbeitskräfte)
  • Vernetzung von Kleinstunternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit anderen Sektoren, insbesondere der Landwirtschaft,
  • Potenzial zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung,
  • Potenzial zur Stärkung der Nahversorgung,
  • Potenzial zum Erhalt bzw. zur Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen bei den beteiligten Kooperationspartnern (auf Basis der zu Projektbeginn nachgewiesenen Arbeits- und Ausbildungsplätze),
  • Potenzial zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen (Leistungssteigerung gemessen an der zu erwartenden Umsatzentwicklung),
  • Entwicklung und Umsetzung innovativer Ideen/Konzepte durch die Kooperation (Innovationsgrad des Vorhabens),
  • nachhaltige Wirkung des Projekts.

Förderungsansuchen

Förderungsansuchen können ab sofort bis spätestens 15. Mai 2017 (im BMWFW einlangend) eingereicht werden.

Für das Förderungsansuchen ist das untenstehende Formular zu verwenden. Darüber hinaus ist ein Vorhabensdatenblatt anzuschließen, in welchem das Vorhaben inhaltlich sowie finanziell konkret dargestellt wird. Für eine detaillierte Darlegung der Kosten- sowie Zeitplanung sind ein Kostendatenblatt sowie ein Zeitplan auszufüllen. Darüber hinaus ist von allen beteiligten Kleinstunternehmen die De-minimis- und Kleinstunternehmer-Erklärung abzugeben sowie die Kooperationsvereinbarung samt einer Liste der Kooperationspartner vorzulegen.

Das vollständige Förderungsansuchen mit dem Betreff "Integration oder Sicherung von Arbeitsplätzen und Betriebsstandort" samt allen erforderlichen Beilagen ist per Briefsendung oder elektronisch (im pdf-Format) zu übermitteln an das

Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Abteilung I/6 - Horizontale Unternehmenspolitik; KMU
Stubenring 1, 1010 Wien
E-Mail: post.i6@bmwfw.gv.at

Dokumente und Formulare zum Download:

Informationen zum Programm für ländliche Entwicklung LE 14-20:
Programm für Ländliche Entwicklung LE14-20l

Hinweis!

Neben diesem Aufruf gibt es auch noch einen allgemeinen Aufruf für Kleinstunternehmenskooperationen im ländlichen Raum. Das Projektvolumen der einzelnen Projekte ist bei diesem Aufruf geringer, die Projektlaufzeit und die Einreichfrist länger. Weitere Details

Kontakt

Abteilung KMU-Politik: post.i6@bmwfw.gv.at

Letzte Änderung am: 05.04.2017 09:25