Unternehmen

Immobilienmakler-Verordnung

Maklerprovisionen für Mieter sinken - Mehr Transparenz bei Betriebskosten

Seit der Novelle der Immobilienmakler-Verordnung zahlen Mieter deutlich weniger Provision für die Vermittlung einer Wohnung. Österreich hatte im internationalen Vergleich sehr hohe Maklerprovisionen. Da auch die Mieten in den vergangenen Jahren stark stiegen, wurde die Anmietung einer Wohnung zusätzlich verteuert. Die nun niedrigeren Provisionssätze stärken die Kaufkraft der Bevölkerung und dämpfen die Inflation.

Bei Verträgen für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die bis zu drei Jahre vermietet werden, zahlen Mieter jetzt nur mehr eine Monatsmiete an Provision für die Vermittlung. Läuft ein Vertrag länger als drei Jahre oder wird er unbefristet geschlossen, so fallen höchstens zwei Monatsmieten an. Vermittelt ein Hausverwalter eine Wohnung in einem Haus, das er selbst verwaltet, fällt nur mehr eine halbe Monatsmiete bzw. eine Monatsmiete an. Vor dem 1. September war im Schnitt eine Monatsmiete mehr zu entrichten. Unverändert bleiben die Richtsätze für Provisionen, die zwischen Vermieter und Immobilienmakler vereinbart werden, sowie die Provisionen für die Vermittlung von Geschäftsräumlichkeiten zur Miete.

Darüber hinaus wurde in der Verordnung festgelegt, dass die Folgeprovision, die bei einer Verlängerung des befristeten Mietvertrages oder Umwandlung in ein unbefristetes Mietverhältnis fällig werden kann, maximal einen halben Bruttomonatsmietzins betragen darf.

Ebenfalls neu ist, dass bei Inseraten über Mietwohnungen die monatliche Gesamtbelastung sowie Einzelkosten detailliert dargestellt werden müssen. Darunter fallen die Angaben über den Hauptmietzins, die Betriebs- und Heizkostenakonti sowie die Umsatzsteuer. Mit der neuen Verordnung wird der Wettbewerb am Mietmarkt angekurbelt und die Transparenz für alle Wohnungssuchenden erhöht.

Mit der Novellierung dieser Verordnung setzte das Wirtschaftsministerium den entsprechenden Passus des Regierungsprogramms um.