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Mitterlehner will Frauen in Wissenschaft und Forschung stärker fördern

​Wissenschaftsminister besuchte Kindergarten am Campus der Universität Wien - Ausbau der Kinderbetreuung vorantreiben - Studentinnen und Wissenschaftlerinnen bestmöglich unterstützen

Wissenschaftsminister Mitterlehner beim Besuch des Kindergartens am Campus der Universität Wien
Wissenschaftsminister Mitterlehner beim Besuch des Kindergartens am Campus der Universität Wien
Wissenschaftsminister Mitterlehner beim Besuch des Kindergartens am Campus der Universität Wien
Wissenschaftsminister Mitterlehner beim Besuch des Kindergartens am Campus der Universität Wien
Wissenschaftsminister Mitterlehner beim Besuch des Kindergartens am Campus der Universität Wien

Fotocredit. (c) Jakob Glaser

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März thematisiert Vizekanzler und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner die Herausforderungen rund um den Bereich Studium und Kind: „Wir wollen die Vereinbarkeit von Familie und Studium an den heimischen Hochschulen weiter verbessern, um insbesondere das Potenzial hochqualifizierter Frauen voll ausschöpfen zu können", sagte Mitterlehner am Montag im Rahmen eines Besuchs des Kindergartens am Campus der Universität Wien. Auch wenn Familienmanagement nicht nur Mutter- sondern Elternsache ist und sich Väter immer stärker einbringen, bleibt die Tatsache, dass das Thema Kinderbetreuung bei Frauen öfter als bei Männern zu Abbruch des Studiums oder Abkehr von einer wissenschaftlichen Laufbahn führt. „Besonders Studentinnen mit Kindern im Vorschulalter haben ein höheres Risiko. Hier müssen wir gegensteuern. Die Kinderbetreuung ist dabei ein wesentlicher Faktor", sagt Mitterlehner, der darauf verweist, dass rund 18.300 Studierende Kinder im Vorschulalter haben. Zwölf Prozent der Studentinnen, die ihr Studium unterbrochen haben, führen Schwangerschaft oder Kinderbetreuungspflichten als Gründe an. Mütter wenden zudem doppelt so viel Zeit für Kinderbetreuung auf wie studierende Väter. Ein Viertel der studierenden Eltern wünscht sich eine Ausweitung der Betreuungsangebote.

Derzeit gibt es an den Hochschulen 844 Betreuungsplätze. "Die hohe Nachfrage und unser Anspruch, Studentinnen und Wissenschaftlerinnen mit Kindern bestmöglich zu unterstützen, muss dazu führen, dass ein Ausbau der Betreuungsplätze zu den Schwerpunkten der nächsten Leistungsvereinbarungen gehört. Wir können es uns nicht leisten, auf das große Potenzial von Frauen an den Hochschulen zu verzichten", sagte Mitterlehner. Um sich selbst ein Bild von einem Best-Practice-Beispiel zu machen, besuchte der Wissenschaftsminister heute den Kindergarten am Campus der Universität Wien. Die Geschäftsführerin des Kinderbüros Karoline Iber bestätigte, dass die Nachfrage für Kinderbetreuungsplätze deutlich höher ist als abgedeckt werden kann. Die Ausgestaltung der universitären Kindergärten liegt in der Autonomie der jeweiligen Hochschule. Darüber hinaus setzt die Bundesregierung eine Offensive für den generellen Ausbau der Kinderbetreuung um, was bereits spürbare Fortschritte gebracht hat.

Frauenförderungsprogramme des Wissenschaftsministeriums

Zahlreiche Initiativen des Wissenschaftsministeriums setzen Maßnahmen zur Förderung von Frauenkarrieren im Wissenschafts- und Forschungsbetrieb. Zum Bespiel fördert das Programm "Laura Bassi Centres of Expertise" Frauen als Leiterinnen in Forschungszentren, während die Initiative w- fForte (Wirtschaftsimpulse für Frauen in Forschung und Technologie) Technikerinnen und Naturwissenschaftlerinnen unterstützt, wie etwa mit Workshops zu Karrierestrategien. Seit 2007 unterstützt das BMWFW die L'Oreal Österreich Stipendien für junge Grundlagenforscherinnen mit 40.000 Euro pro Jahr. Zudem fördert das Postdoc-Programm Hertha Firnberg bzw. Elise Richter-Programm bereits etablierte Wissenschaftlerinnen.

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Presseabteilung: presseabteilung@bmwfw.gv.at

Veröffentlicht am: 06.03.2017 14:20