Innovation

Begrüßungsworte

Bundesminister Harald Mahrer

Portraet Harald Mahrer Broschüren Vorwörter Veranstaltungen (2).jpg Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Erholung sind Investitionen in neue Technologien und Innovationen wichtiger denn je. Der Bedarf an zielgerichteten Forschungsaktivitäten, die den Bedürfnissen der Wirtschaft Rechnung tragen, ist daher groß. Eine starke Forschungsquote ist wesentlich für die Entwicklung neuer Produkte und die Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze. Das Wirtschaftsministerium unterstützt deshalb mit vielfältigen Förderprogrammen und gezielten Maßnahmen die wirtschaftsnahe Forschung.

In den vergangenen Jahren wurde mit den Clusterplattformen eine Grundlage geschaffen, die es Unternehmen erleichtert, sich in ein leistungsfähiges, kreatives Innovations-Netzwerk einzubinden. Die Betriebe profitieren direkt durch die Vernetzung bei Forschung, Qualifikation, Kooperation und internationaler Markterschließung. Ein wichtiger Schritt in Richtung Innovationsleader.

Vom Wirtschaftsministerium hierzu beauftragte Studien analysierten die vielfältige Clusterlandschaft in Österreich systematisch. Die dabei erhobenen über 60 Cluster und Netzwerke zählen über 7.100 Mitglieder mit 815.000 Beschäftigten.

Neben den positiven Effekten für die Volkswirtschaft und den Standort hat der Zusammenschluss von Unternehmen in technologiegetriebenen Netzwerken speziellen Vorteile:

  • Verstärkte Kooperation von vor- und nachgelagerten Industrien sowie Dienstleistungen
  • Erreichen von kritischen Größen in bestimmten Stärkefeldern und damit bessere Chancen im Wettbewerb mit multinationalen Konzernen
  • Know-how -Aufbau und schnellere Technologiediffusion
  • Proaktive Modernisierung der Produktionstechnologien und neue Geschäftsmodelle durch Industrie 4.0
  • Verstärkte Forschungstätigkeit
  • Kostenteilung und Schaffung von gemeinsamen Infrastrukturen
  • Pooling des Marktes für spezialisierte Arbeitskräfte
  • Bessere Positionierung auf globalen Märkten
  • Gemeinsame Ausrichtung von Exportaktivitäten
  • Entwicklung von strategischen Netzwerken auf nationaler und internationaler Ebene

Die Cluster haben sich zusammen mit den Kompetenzzentren als zentrale Entwicklungsschiene bewährt und werden auch in Zukunft die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik unterstützen. Angesichts der hervorragenden Ergebnisse werde ich mich auch auf europäischer Ebene dafür einsetzen, die Clusterpolitik in die europäische Innovationsstrategie zu integrieren.

Eine wichtige Rolle spielen die Cluster auch im Zusammenhang mit der Initiative "Agenda Industrie/Produktion 4.0" des BMWFW sowie der Unterstützung von Start-ups, erreichen sie durch ihre Maßnahmen doch tausende Unternehmen - Leitbetriebe und KMU, setzen Innovationsimpulse und bilden Wissensplattformen.

Ich möchte mich bei allen Akteuren in der nationalen Clusterplattform für ihre anhaltende Begeisterung und ihr großartiges Engagement bedanken. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Steigerung der heimischen Wettbewerbsfähigkeit, Stärkung des österreichischen Wirtschaftsstandorts sowie zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.

Dr. Harald Mahrer

Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Sektionschef Andreas-Ulrich SchuhPorträt Dr. Schuh

Forschung, Entwicklung und Innovationskompetenz stellen Schlüsselfaktoren für die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft dar. Die erfolgreiche Entwicklung von neuen Produkten führt nicht nur zur nachhaltigen Sicherung von Arbeitsplätzen, sondern auch zu einer wissensbasierten Gesellschaft.

Gemäß der aktuellen Globalschätzungen der Statistik Austria werden in Österreich im Jahr 2017 voraussichtlich € 11,3 Mrd. für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden; die F&E-Quote wird sich damit auf 3,14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen. Dies stellt einen Spitzenwert in der EU dar.

Um diesen positiven Trend zu verstärken, muss die Zusammenarbeit zwischen der Forschung und der Wirtschaft weiter intensiviert werden. Hier unterstützt das Wirtschaftsministerium zum Beispiel mit Programmen wie Competence Centers for Excellent Technologies (COMET), der Dienstleistungsinitiative, Cooperation & Innovation (COIN) sowie den Christian Doppler Laboratorien (CD-Labors). Zudem wird die Vernetzung von Unternehmen immer wichtiger, da sich der Innovationsprozess immer weniger in einzelnen Unternehmen abspielt, sondern vielmehr die interaktive Wertschöpfung in der Innovation an Bedeutung gewinnt.
Durch die 2008 durch das Center 1 des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ins Leben gerufene nationale Clusterplattform wurde erstmals eine strukturierte Arbeitsebene für die Cluster- und Forschungsakteure geschaffen.

In der durch Klein- und Mittelbetriebe gekennzeichneten Wirtschaftsstruktur haben sich Cluster als Netzwerke zur Erhöhung der regionalen Standortgunst und Innovationskraft in den letzten 15 Jahren mit großem Erfolg positioniert. Kooperationen von Unternehmen und öffentlichen Instanzen, organisiert in Clustern, haben sich als wichtiges Instrument im harten Wettbewerbskampf der globalisierten Wirtschaft erwiesen. Gemeinsam mit den Kompetenzzentren, welche technologische Stärkefelder bilden, stellen Cluster auch eine zentrale Entwicklungsschiene zur Förderung von Forschung und Technologie in Österreich dar.

Lassen Sie mich an dieser Stelle auch auf die europäische Dimension verweisen. Die europäische Kommission hat in den vergangenen Jahren starke Akzente zur Weiterentwicklung von europäischen Clustern gesetzt. Dazu mussten zunächst objektive Daten zu Clustern, Clusterpolitik und Clusterinitiativen in den Mitgliedstaaten erhoben werden. Bei der Erstellung des Cluster Observatory konnte sich Österreich - nicht zuletzt aufgrund der engagierten Rolle, die die Mitglieder der Clusterplattform des BMWFW spielten - kritisch und aktiv einbringen.

Eine weitere wichtige Rolle der Clusterplattform sehe ich darin, dass sie bei der Weiterentwicklung einer transnationalen europäischen Clusterpolitik die Interessen der österreichischen Cluster mit einer starken und gemeinsamen Stimme in die Europäische Cluster-Alliance einbringt.

Bei entsprechendem Engagement aller Akteure können die positiven wirtschaftlichen Effekte, die von Clustern ausgehen, voll ausgeschöpft werden: Mehr Wohlstand, Produktivität, Innovation und Beschäftigung.
Cluster werden jedenfalls auch in Zukunft zusammen mit anderen Kooperationsformen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, wie etwa den Kompetenzzentren oder den CD-Labors, eine wichtige Rolle spielen. Im Zuge der "Agenda Industrie/Produktion 4.0", der Initiative des BMWFW zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU und Leitbetriebe in Kooperation mit den Bundesländern sind die Cluster wichtige Partner.

Daher unterstützt das Center 1 des BMWFW diese Aktivitäten der österreichischen Clusterplattform.

Dr. Andreas-Ulrich Schuh

Letzte Änderung am: 17.10.2017 14:50