Berufsausbildung

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Am 29. April 2016 fand im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft eine Enquete zur Hintergrundanalyse der betrieblichen Lehrstellenförderung statt.

Grundlage ist eine Evaluierung der betrieblichen Lehrstellenförderung gemäß § 19c Berufsausbildungsgesetz, die auf einer breit aufgesetzte Befragung von Lehrbetrieben und Lehrabsolventen das Fördersystem sowie seine Auswirkungen umfassend beleuchtet.

Die einzelnen Teilberichte und Darstellungen der Ergebnisse wurden von Dr. Peter Schlögl (öibf), Martin Mayerl, MA (öibf), Mag. Helmut Dornmayr (ibw) und Birgit Winkler, MSc (ibw) vorgestellt:

 Zu folgenden Themen gab es Impulsreferate:

Broschüre: "Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft" 2015

In der vom ibw (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft) erstellten Broschüre „Lehrberufe in Österreich – Ausbildungen mit Zukunft" 2015 werden alle Lehrberufe vorgestellt, die in Österreich erlernt werden können.

Staatspreis beste Lehrbetriebe - fit for future 2015

Mit dem Staatspreis "Beste Lehrbetriebe - fit for future" wurden auch dieses Jahr wieder die besten und innovativsten Ausbildungsunternehmen Österreichs in den Kategorien Klein-, Mittel- und Großbetreibe aus vorbildliche Beispiele ausgezeichnet sowie ein Sonderpreis für das beste Projekt zum Thema "Diversity: Zeichen setzen - Vielfalt nutzen" verliehen.

BAG-Novelle 2015

Die BAG-Novelle 2015 ist mit 10. Juli 2015 in Kraft getreten und enthält folgende Neuerungen:

  • Schaffung von niederschwelligen Einstiegsqualifikationen im Rahmen der integrativen Berufsausbildung
  • Neue Bestimmungen zur Unterstützung der Ausbildungsqualität
  • Verbesserung bei Lehre mit Matura
  • Leichteres Nachholen des Pflichtschulabschlusses
  • Modernisierung der Bestimmungen für die Lehrabschlussprüfung

Lehrlingsausbildung für Erwachsene

Für Lehrverhältnisse ab 1. Juni 2013 steht in der betrieblichen Lehrlingsförderung neu - alternativ zur Basisförderung - die Förderart "Lehrlingsausbildung für Erwachsene" zur Verfügung. Unternehmen, die Erwachsene in einem Lehrberuf ausbilden und zumindest den kollektivvertraglichen Hilfskräftelohn zahlen, können eine höhere Förderung in Anspruch nehmen. Dadurch soll das Nachholen eines Lehrabschlusses im Erwachsenenalter attraktiver gemacht werden.

Erwachsenenbildungsbericht

Der von der STATISTIK AUSTRIA im Auftrag des BMWFJ und BMUKK erstellte Bericht bietet einen vollständigen Überblick über alle Bereiche und Formen der Erwachsenenbildung in Österreich. Er beleuchtet die Bildungsbeteiligung in Erwachsenenbildungseinrichtungen, die betriebliche Weiterbildung und Weiterbildung an Schulen und Hochschulen.

Die Studie dient auch als Grundlage für die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für lebensbegleitendes Lernen und die Erreichung der Ziele der österreichischen Strategie zum lebensbegleitenden Lernen "LLL:2020".

Der Bericht steht hier zum Download zur Verfügung. Ein Auszug aus dem Erwachsenenbildungsbericht zur Weiterbildung in Unternehmen hier heruntergeladen werden.

Bericht zur Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung 

Aufgrund der BAG-Novelle 2008 hat das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft dem Nationalrat alle zwei Jahre einen Bericht zur Situation der Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung in Österreich vorzulegen.

Der diesjährige Bericht wurde im Juni 2012 im Nationalrat behandelt und enthält umfassendes statistisches Datenmaterial mit grafischen Aufbereitungen, eine Darstellung der bestehenden Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die duale Ausbildung sowie Empfehlungen für die Weiterentwicklungen der Rahmenbedingungen.

Fachtagung Lehrabschluss im zweiten Bildungsweg am 6. Juni 2012 im BMWFJ

Mit der Novelle zum Berufsausbildungsgesetz 2011 wurden die Möglichkeiten zur Berücksichtigung von informell oder non-formal bereits erworbenen Qualifikationen im "zweiten Bildungsweg" erweitert: Die Lehrlingsstellen können nunmehr im Rahmen von qualitätsgesicherten Programmen vorhandene Kenntnisse und Fertigkeiten bewerten und auf die Lehrabschlussprüfung anrechnen. Solche Maßnahmen sind unter anderem für den "Transfer" von im Ausland erworbenen (Teil)Qualifikationen von Relevanz.

Bei der Veranstaltung am 6. Juni 2012 wurden das oberösterreichische "Referenzmodell" mit dem Titel "Du kannst was!" sowie das Programm "Bildungskonto Plus" des Wiener Arbeitnehmer/-innenförderungsfonds vorgestellt. Weiters referierte AMS Vorstand Dr. Johannes Kopf über den Qualifikationsbedarf des Arbeitsmarktes.

Als Abschluss wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion mögliche weitere Entwicklungen erörtert: Zielgerichtete und praxisorientierte Bewertungs- und Qualifizierungsprogramme für Personen, die über keinen formalen Abschluss auf der "Sekundarstufe II" verfügen, sind aufgrund der Entwicklungen des Arbeitskräftepotentials (bereits ab 2016 wird es voraussichtlich mehr Austretende als Eintretende geben) richtige Maßnahmen. Andere Qualifikationserfordernisse wie Sprache oder Social Skills können (wie zum Teil schon bisher) modulartig einbezogen werden. Die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten (insb. Landesförderungen, AMS, Bildungsfreibetrag) sollen stringent aufeinander abgestimmt sein.

Studie über die Berufseinmündung von Absolvent/-innen der Integrativen Berufsausbildung (IBA)

Das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) hat im Auftrag des BMWFJ eine Studie über die Berufseinmündung von Absolvent/-innen der Integrativen Berufsausbildung (IBA) erstellt. Die Studienergebnisse zeigen, dass die IBA die Arbeitsmarktintegration von benachteiligten Jugendlichen erheblich begünstigt und der Großteil der Absolvent/-innen regulär beschäftigt sind. Die IBA in Unternehmen erweist sich dabei als besonders geeignetes Instrument, die Ausbildung in überbetrieblichen Einrichtungen stellt eine wichtige Ergänzung dar.

BAG-Novelle 2011 

Auf Grundlage der Novelle 2011 zum Berufsausbildungsgesetz (BAG) kann der Wirtschafts- und Jugendminister im Einvernehmen mit dem Arbeits- und Sozialminister Richtlinien für neue Förderungen gem. § 19c BAG erlassen.

Zu den geplanten neuen Förderungen zählen schwerpunktmäßig Rechts- und Förderberatung, aber auch Mediation und Krisenintervention. Zusätzlich werden für zehn Zukunftsberufe (wie zum Beispiel Metalltechnik, Elektrotechnik, Chemielabortechnik, bautechnischer Zeichner) neue Leitlinien erstellt, die insbesondere erstmals in die Lehre einsteigende Betriebe bei der Ausbildungsplanung unterstützen sollen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung von Lehrlingen mit Migrationshintergrund und ihren Ausbildnern sowie auf von Migranten geführten Betrieben. Stärker unterstützt werden sollen auch Ausbildungsunternehmen, die Auslandspraktika von Lehrlingen forcieren. Ein weiteres Ziel ist die Qualitätssicherung bei den Lehrabschlussprüfungen.

Auch die Anrechnungs- und Anerkennungsmöglichkeiten bei Lehrabschlussprüfungen werden im Zuge dieser Novelle verbessert.

Die BAG-Novelle tritt am 1. Jänner 2012 in Kraft.

BAG-Novelle 2010

Mit der BAG-Novelle 2010, die seit 1. Juli 2010 in Kraft ist, wird die Integrative Berufsausbildung (IBA) flexibilisiert, eine gesetzliche Interessenvertretung für Jugendliche in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen (Vertrauensrat) eingerichtet und die Möglichkeit zur Anrechnung von Berufspraktika im Ausland von bisher vier auf sechs Monate ausgedehnt.         

Bericht zur Situation der Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung in Österreich 2008-2009

Der Jugendbeschäftigungs- und Lehrlingsausbildungsbericht wurde vom Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft dem Nationalrat vorgelegt.

Infoportal für Ausbilder/-innen www.ausbilder.at neu gestaltet.

Das vom BMWFJ geförderte Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) hat die Plattform für Ausbilder/-innen im April 2010 neu gestaltet. Die Seite www.ausbilder.at bietet übersichtlich dargestellt alle relevanten Informationen für die Ausbildung der Lehrlinge sowie verschiedene Materialien wie z.B. Leitfäden, "best practice"-Modelle oder englischsprachige Unterlagen. Dazu gibt es die Möglichkeit, einen quartalsmäßig erscheinenden Newsletter zu beziehen.

 

Letzte Änderung am: 30.03.2017 14:00