Berufsausbildung

Gleichhaltung einer ausländischen Berufsausbildung mit der österreichischen Lehrabschlussprüfung

Im Ausland absolvierte Berufsausbildungen können auf Antrag vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft mit einer fachlich gleichwertigen Lehrabschlussprüfung gleichgehalten werden.

Gesetzliche Grundlagen sind § 27a Berufsausbildungsgesetz (BAG) sowie das Anerkennungs- und Bewertungsgesetz (AuBG).

Voraussetzungen für die Gleichhaltung sind der Nachweis von gleichwertigen fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten auf Grundlage des österreichischen Berufsbildes (gemäß Ausbildungsordnung) und ein der österreichischen Lehrabschlussprüfung entsprechender Anteil an praktischen Ausbildungsteilen (unter Berücksichtigung bereits erworbener Berufserfahrung im In- oder Ausland). (§ 27a Abs. 2 BAG)

Bei Ausbildungsunterschieden (z.B. Kenntnisse österreichischer Vorschriften, die zur Berufsausübung unerlässlich sind), besteht die Möglichkeit zur Zulassung zu einer auf  Teile der Lehrabschlussprüfung eingeschränkte Ergänzungsprüfung (§ 27a Abs. 3 BAG).

Können Nachweise aufgrund von Flucht nicht vorgelegt werden, besteht die Möglichkeit einer Testung der beruflichen Qualifikation vor Abschluss des Verfahrens. Das hierzu geeignete Feststellungsverfahren wird von der Behörde festgelegt (§ 8 AuBG).

Einige in Deutschland, Ungarn oder Südtirol abgeschlossene Berufsausbildungen sind aufgrund von Berufsbildungsabkommen gleichgehalten. Auf Ersuchen stellt das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft eine Information darüber aus.

Umfassende Informationen zu den Möglichkeiten der Anerkennung beruflicher Qualifikationen in Österreich bietet die Website www.berufsanerkennung.at.