Berufsausbildung

Qualifikationsbezeichnungen "Ingenieurin" und "Ingenieur"

Mit 1. Mai 2017 ist das neue Ingenieurgesetz (IngG 2017) in Kraft getreten. Mit den neuen Bestimmungen wurde die Vergabe der bisherigen Standesbezeichnung auf neue Beine gestellt: die bisherigen Grundvoraussetzungen - HTL Matura oder vergleichbare Qualifikation und drei Jahre bzw. sechs Jahre aufbauende fachbezogene Praxis - bleiben gleich. Neu ist die Form der Feststellung der beruflichen Praxis in Form eines Fachgespräches mit Expertinnen und Experten. Dadurch wird aus "dem Ingenieur" eine international vergleichbare und als Bildungsabschluss anerkannte - aufgrund von Schule und Praxis erworbene - berufliche Qualifikation.

Beschreibung der Qualifikation „Ingenieur/in“ gemäß IngG 2017

Die Durchführung des Zertifizierungsverfahrens ist in den Richtlinien gemäß § 7 IngG 2017, bestehend aus je einer Broschüre für die Antragstellerinnen und Antragsteller sowie für die die Fachgespräche durchführenden Fachexpertinnen und Fachexperten geregelt.

Ab 1. Mai 2017 stehen in jedem Bundesland Zertifizierungsstellen zur Vergabe der Qualifikationsbezeichnungen „Ingenieurin" und „Ingenieur" zur Verfügung. Weitere Zertifizierungsstellen sind derzeit in Vorbereitung.

Link zu den aktuellen Zertifizierungsstellen: https://www.wko.at/ingzert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) und Antworten finden Sie hier.

Fragen zu Verfahren gemäß Ingenieurgesetz 2006 (für bis 30. April 2017 eingelangte Anträge) übermitteln Sie bitte an post.i4@bmwfw.gv.at. Aufgrund der mit 1. Mai 2017 geänderten Rechtslage und des damit verbundenen überdurchschnittlichen Antragsvolumens beträgt die Bearbeitungszeit bei Altanträgen aktuell rund vier Monate.