Wirtschaftspolitik

Wirksamkeit der Konjunkturpakete - Evaluierung durch WIFO und IHS

Von den beiden österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituten WIFO und IHS wurden im Auftrag des Wirtschaftsministeriums ex-ante-Evaluierungen der Konjunkturpakete unter der Annahme durchgeführt, dass die Pakete zur Gänze wirken.

Das IHS berechnet den BIP-Effekt der Konjunkturpakete des Bundes und der Steuerreform kumuliert für 2009 und 2010 in der Höhe von 0,87 Prozent. Die Maßnahmen der Länder eingerechnet ergeben sich BIP-Effekte von 1,18 Prozent. Für die Beschäftigung bedeutet dies ein Plus von 15.690 Beschäftigten aus den Maßnahmen des Bundes und von 21.300 Beschäftigten aus den Maßnahmen von Bund und Ländern.

Das WIFO ist etwas optimistischer und geht von BIP Effekten der Maßnahmen des Bundes von kumuliert 1,0 Prozent und von Effekten der Maßnahmen von Bund und Ländern von 1,4 Prozent aus. Die Beschäftigungseffekte der Maßnahmen des Bundes werden auf 19.700 Beschäftigte, die von Bund und Ländern auf 26.600 geschätzt. Das WIFO berechnet auch die Effekte der Konjunkturprogramme der wichtigsten Handelspartner. Diese wirken kumuliert mit 0,8 Prozent auf das BIP. Die Beschäftigungseffekte machen 16.400 Beschäftigte aus.

Zusätzlich dazu hat das Wirtschaftsministerium eine Studie zur Finanzierungssituation von KMU in der Krise beauftragt. Die Studie des iwi stellt den österreichischen Krisenbekämpfungsmaßnahmen insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Es sei zügig und umfassend gehandelt worden. Insbesondere das Haftungsinstrumentarium der aws und seine Ausweitung während der Krise auf Grundlage der über Jahre gut entwickelten Strukturen und Instrumente werden als bedeutend hervorgehoben. Die Maßnahmen der Bundesregierung werden als mitursächlich dafür betrachtet, dass eine Kreditklemme in Österreich vermieden werden konnte bzw. nur in Teilbereichen am Höhepunkt der Krise auftrat.

Kontakt

Abteilung C1/1 Wirtschaftspolitik: post.c11@bmwfw.gv.at

Letzte Änderung am: 17.03.2014 09:17