Wirtschaftspolitik

OECD

OECD-Wirtschaftsausblick


Der OECD-Wirtschaftsausblick (Economic Outlook) mit seinen kurz- und mittelfristigen Wirtschaftsprognosen für die Mitgliedsstaaten sowie ausgewählte Nichtmitgliedsstaaten erscheint halbjährlich (Mai/Juni und im November/Dezember). Darin werden die Konjunkturentwicklung sowie makroökonomische Kerndaten für den jeweiligen Projektionszeitraum analysiert. Die jüngste OECD-Prognose (Nr. 95) wurde im Mai 2014 veröffentlicht.

Economic Outlook (May 2014)
Pressemitteilung


Nächste Veröffentlichungen: Gesamtprognose November 2014.

OECD-Länderberichte

Die OECD- Länderberichte sind neben der OECD-Wirtschaftsprognose und der OECD-Wachstumsstrategie (Going-for-Growth), die zentralen Publikationen im Bereich der Wirtschafts- und Wachstumspolitik auf OECD-Ebene. Zur Erstellung der einzelnen Länderberichte, findet alle 18-24 Monate eine OECD-Länderprüfung durch den wirtschaftspolitischen Prüfungsausschuss (EDRC - Economic and Development Review Committee) statt für jedes OECD-Mitgliedsland sowie den Beitrittsländern und den Ländern mit verstärkter Zusammenarbeit durchgeführt. Derzeit umfasst die OECD 34 Mitgliedsländer (2010 beigetreten: Chile, Slowenien, Israel, Estland) sowie Länder in verstärkter Zusammenarbeit (Enhanced Engagement: Brasilien, China, Indien, Indonesien, Russland und Süd Afrika). Die Länderberichte sind auf langfristige makroökonomische Entwicklungen ausgerichtet und identifizieren strukturelle Hauptherausforderungen des Landes sowie mögliche Handlungsoptionen zur Politikgestaltung.

Darin bilanziert die OECD, dass Österreich über ein dichtes Netz erfolgreicher großer und mittelständischer exportorientierter Produktionsbetriebe verfüge, die Beschäftigung schaffen, den sozialen Zusammenhalt fördern und das BIP-Wachstum unterstützen. Wohlstand sei Dank einer starken materiellen Grundlage weit verbreitet und Familiennetzwerke und sozialpolitische Maßnahmen tragen zu einem starken gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Allerdings befände sich die österreichische Wirtschaft, nach bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit während der globalen Krise und einem danach rasch folgenden Aufschwung, seit drei Jahren in einer Phase der Stagnation und es kam zu einer Schwächung bei einigen der traditionell starken Wohlstandsindikatoren. Die heimische Nachfrage sei ins Stocken geraten, die Auslandsnachfrage bislang schwach und Banken sind den volatilen Marktentwicklungen einiger mittel- und osteuropäischer Volkswirtschaften ausgesetzt. Die derzeit laufende große Steuerreform soll ab 2016 Haushaltseinkommen stark erhöhen und den Konsum ankurbeln.

Das Schwerpunktthema des diesjährigen Länderberichtes ist Gendergerechtigkeit und hierbei vor allem die ökonomischen Aspekte der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen. Österreich sei gemäß OECD bisher im Bereich der Geschlechtergleichstellung in vielerlei Hinsicht führend gewesen, aber das traditionelle Geschlechterrollenmodell in Bezug auf Arbeit, Familie und Lebensgestaltung gerate zunehmend unter Druck.

Die OECD schlägt daher eine Reihe von Empfehlungen vor, um diesen Herausforderungen zu entgegnen.

OECD Länderbericht 2015 - Overview
OECD Länderberichte 1962 bis einschließlich 2015 - Langfassungen

Kontakt

Abteilung C1/1-Wirtschaftspolitik: post.c11@bmwfw.gv.at

Letzte Änderung am: 02.09.2016 10:53