Wirtschaftspolitik

KMU-Börsen in Europa

​Das Finanzierungssystem ist in Österreich im internationalen Vergleich stark bankbasiert. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise und den daraus resultierenden strengeren Eigenkapitalvorschriften ist der Zugang zu Bankkrediten laut diversen Umfragen jedoch restriktiver geworden. Die notwendige Entwicklung eines Marktes für alternative Finanzierungsformen in Österreich wird auch seitens des BMWFW aktiv unterstützt. Zu erwähnen sind hier insbesondere die Risikokapitalinitiativen der Austria Wirtschaftsservice oder auch das jüngst in Kraft getretene Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG).

Im Bereich der Finanzierung über die Börse stellen die hohen Kosten des Börsegangs (IPO) sowie die anschließenden Notierungsanforderungen zum Teil unüberwindbare Hürden für KMU dar. Vor diesem Hintergrund haben sich vor allem in Europa Marktsegmente für KMU gebildet, die üblicherweise als multilaterale Handelsplattform betrieben werden und weniger stringente Anforderungen stellen. In Österreich würde sich generell der Dritte Markt der Wiener Börse als ein solches Einstiegssegment anbieten. Aufgrund der verpflichtenden Umstellung von Inhaber- auf Namensaktien durch das Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetz (GesRÄG) 2011 bleibt der Zugang für neue Emittenten jedoch versperrt, da ein Börsehandel mit Namensaktien derzeit abwicklungstechnisch nicht möglich ist. Zusammen mit der Austria Wirtschaftsservice haben wir daher eine Studie zum Thema „KMU-Börsen in Europa" in Auftrag gegeben.
Die Studie sowie Präsentationsunterlagen finden Sie nachfolgend unter Weiterführende Informationen.