Wirtschaftspolitik

Gesundheitssatellitenkonto

Das Gesundheitssystem wird meist nur unter dem Aspekt betrachtet, dass es einen wesentlichen Teil der öffentlichen Ausgaben darstellt.

Es werden die Kosten des Gesundheitssystems diskutiert, aber nicht die Gesundheitswirtschaft als wesentlicher Teil einer modernen Volkswirtschaft. Zur Gesundheitswirtschaft zählen aber nicht nur das Gesundheitswesen im engeren Sinne, sondern viele weitere Bereiche, deren Wachstum maßgeblich vom Bedürfnis nach Gesundheit und Wohlbefinden bestimmt wird. Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und die Wirtschaftskammer Österreich haben daher eine Studie vergeben, mit dem Ziel, ein neues Verständnis für Gesundheit zu entwickeln. Die Gesundheitswirtschaft ist ein bedeutender Wachstumsmarkt, denn sie zählt zu den wachstumsstärksten und beschäftigungsintensivsten Wirtschaftsbranchen.

Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat ein Gesundheitssatellitenkonto für Österreich erstellt, das belastbare Daten für eine zielgerichtete Gesundheits- und Sozialpolitik zur Verfügung stellt. Damit gibt es erstmalig für Österreich eine umfassende Zusammenschau des Gesundheitssystems, das weit über den Bereich der öffentlichen Gesundheitsversorgung hinausgeht.

Die Ergebnisse der Studie wurden am 24. Jänner 2014 im Wirtschaftsministerium präsentiert. Die Studie, das Executive Summary sowie die Präsentationsunterlage des IHS und von Prof. Henke, der das deutsche Satellitenkonto Gesundheitswirtschaft präsentiert hat, finden Sie nachfolgend unter "Weiterführende Informationen".