Tourismus & Historische Bauten

Bundescontracting

Der Beginn

Mit Ministerratsbeschluss vom 20. März 2001 wurde - nach zwei Pilotprojekten - das Umweltprojekt Energieeinspar-Contracting für Gebäude der BIG, in denen Bundesdienststellen untergebracht sind, gestartet.

Daraus entwickelte sich in der Folge das Langzeit-Klimaschutzprojekt "Bundescontracting Offensive" der BIG mit dem BMWFW als Kooperationspartner.

Das Projekt

Für 300 Objekte wurden im Zuge eines zweistufigen Vergabeverfahrens die Bestbieter ermittelt. Die Fachfirmen (Contractoren) geben aufgrund ihrer Investitionen und ihres Optimierungskonzeptes eine Energie-Einspargarantie ab.

Bei diesen beauftragten 223 Liegenschaften beträgt das durchschnittliche Einsparpotenzial 19,83 Prozent. Das entspricht einer Einsparung von etwa 6,9 Mio. Euro pro Jahr und einer Reduktion der CO2-Emissionen von ca. 40.000 Tonnen pro Jahr.

Ziel der Contracting-Offensive

  • Energieeinsparung
  • Energiekosteneinsparung
  • Verringerung der CO2-Emissionen

Strategie für die nächsten Jahre
In den kommenden Jahren werden weitere Bundesschulen, Justizanstalten und das BMI Schritt für Schritt mittels Energieeinspar-Contracting optimiert. Auf diesem Weg soll ein weiterer wertvoller Beitrag zur Erreichung der Vorgaben des Kyoto-Abkommens geleistet werden.

Was bringt Energiecontracting im Bundesbereich?
Unter der Voraussetzung von durchschnittlich 20 Prozent Einsparung verringern sich bei ca. 300 Objekten die

  • CO2-Emissionen um ca. 40.000 Tonnen CO2/Jahr
  • Energiekosten um ca. 6,9 Mio.€/Jahr

Wie funktioniert Einspar-Contracting im Detail?
Der Gebäudeeigentümer (BIG) und die Gebäudenutzer (Ministerien) beauftragten ein externes Dienstleistungsunternehmen (Contractor), um Energieeinsparmaßnahmen in den Gebäuden während der Vertragslaufzeit zu realisieren und für die Betriebsführung ausgewählter energietechnischer Anlagen zu sorgen.

Der Contractor setzt jene Maßnahmen um, die sich während der Vertragslaufzeit durch die eingesparten Energiekosten refinanzieren. Er garantiert eine gewisse Höhe der Energiekosteneinsparung und wird danach vergütet. Erreicht er diese Einsparung nicht, so eine Pönale fällig.

Gibt es in jeder Liegenschaft Energieeinsparpotenziale, die Einspar-Contracting lohnenswert machen?
Prinzipiell lassen sich in fast jedem Gebäude technisch und wirtschaftlich erschließbare Einsparpotenziale finden. Selbst in Neubauten oder in Gebäuden, bei denen die Sanierung erst kurze Zeit zurückliegt, gibt es häufig Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Insbesondere dann, wenn diese Leistungen nicht mit eigenem Personal durchgeführt werden können oder sollen.

Kleinere Gebäude mit geringen Energiekosten sind allein für ein Energieeinspar-Contracting-Projekt wenig rentabel, hier ist ein Zusammenschluss mit anderen Gebäuden zu einem Pool sinnvoll. So können weniger rentable Maßnahmen in einem Gebäude durch rentablere Maßnahmen in einem anderen Gebäude ausgeglichen werden.

Was bedeutet der Zukauf der Dienstleistung Energiemanagement für das bestehende Personal?
Die Einbindung des Personals vor Ort kann bereits in der Ausschreibung als Rahmenbedingung für den Contractor vorgegeben werden. Der Contractor ist prinzipiell sehr daran interessiert, das vorhandene technische Personal einzubinden und dadurch die optimale Betreuung der Anlagen vor Ort sicherzustellen.

Bundescontracting im Detail (PDF)

Kontakt

Ing. Gerhard Banovics: Gerhard.Banovics@bmwfw.gv.at

Letzte Änderung am: 18.03.2014 10:58